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Die wichtigsten Prüfungsregelungen (Schuljahr 2013/14)

Stand: 09 / 2013

Rechtsgrundlage für die zentralen Prüfungen in der Sekundarstufe I sind die entsprechenden Schulartverordnungen:

Teilnahme an den Prüfungen

Prüfung zum Hauptschulabschluss in Jahrgangstufe 9:

  • reguläre Teilnahme der Schülerinnen und Schüler des Bildungsganges zum Erwerb des Hauptschulabschlusses an Regionalschulen*

* gilt auch für auslaufende Jahrgänge an Gemeinschaftsschulen gem. § 8 Abs. 1 Satz 1 GemVO

  • freiwillige Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsschulen und des Bildungsganges zum Erwerb des Realschulabschlusses an Regionalschulen
  • prophylaktische Teilnahme: Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsschulen und des Bildungsganges zum Erwerb des Realschulabschlusses an Regionalschulen, die die Jahrgangsstufe 9 wiederholen, können durch Beschluss der Klassenkonferenz zur Teilnahme an der Hauptschulabschlussprüfung verpflichtet werden, wenn die Versetzung in die zehnte Jahrgangsstufe aufgrund des erreichten Leistungsstandes am Ende des ersten Halbjahres der Jahrgangsstufe 9 gefährdet erscheint.

Prüfung zum Realschulabschluss in Jahrgangsstufe 10:

  • reguläre Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an Regional- und Gemeinschaftsschulen
  • An einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe kann die Klassenkonferenz auf Antrag der Eltern eine Schülerin oder einen Schüler von der Teilnahme an der Prüfung zum Erwerb des Realschulabschlusses befreien, wenn aufgrund des erreichten Leistungsstandes am Ende des ersten Halbjahres der Jahrgangsstufe 10 zu erwarten ist, dass sie oder er in die gymnasiale Oberstufe versetzt werden wird.

Bestandteile der Prüfungen

Die Prüfungen für den Hauptschulabschluss und für den Realschulabschluss bestehen aus

  • einer Projektarbeit mit anschließender Präsentationsprüfung in einem frei gewählten Thema in Jahrgangsstufe 9 oder 10,
  • zentralen schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache (mit einem sprachpraktischen Teil),
  • ggf. mündlichen Prüfungen auf Antrag der Schülerin/ des Schülers und/oder auf Beschluss der Prüfungskommission.

Mündliche Prüfungen

Mündliche Prüfungen finden auf Antrag der Schülerin oder des Schülers in bis zu zwei Fächern statt.
Unabhängig davon kann durch Beschluss des Prüfungsausschusses eine mündliche Prüfung in bis zu zwei Fächern festgelegt werden; dabei gilt als Kriterium eine begründete Aussicht auf Verbesserung der Endnote.

Fristen vor mündlichen Prüfungen
Die Noten über die bisherigen Jahresleistungen in allen Fächern als Vornoten sowie die Noten der schriftlichen Prüfung sind der Schulleiterin oder dem Schulleiter mindestens zehn Unterrichtstage vor Beginn der mündlichen Prüfung vorzulegen. Die Noten werden den Schülerinnen und Schülern sieben Unterrichtstage vor Beginn der mündlichen Prüfung mitgeteilt. Die Anträge auf eine oder zwei mündliche Prüfungen müssen die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern fünf Unterrichtstage vor Beginn der mündlichen Prüfung an den Prüfungsausschuss richten, d.h. es stehen für die Entscheidung zwei Tage Zeit zur Verfügung. Eine etwaige Verpflichtung zur mündlichen Prüfung durch den Prüfungsausschuss muss den Schülerinnen und Schülern drei bis fünf Unterrichtstage vor der mündlichen Prüfung mitgeteilt werden.

Prüfungs- und Unterausschüsse
Für den Prüfungsausschuss ist die Anwesenheit des Schulleiters oder seines Stellvertreters und drei weiterer Lehrkräfte ausreichend. Für die Präsentationsprüfungen zur Projektarbeit, die über das Schuljahr verteilt stattfinden können, genügt die Anwesenheit der Projektbetreuerin bzw. des Projektbetreuers und einer weiteren Lehrkraft. Die Anwesenheit des Klassenlehrers ist nicht zwingend bei jeder Präsentationsprüfung der Schülerinnen und Schüler seiner Klasse erforderlich.

Berechnung der Endnote

In den Fächern, in denen weder eine schriftliche noch eine mündliche Abschlussprüfung stattfindet, entspricht die Endnote der jeweiligen Vornote. Findet eine schriftliche Abschlussprüfung statt, errechnet sich die Endnote aus der Vornote (z.B. 3) und der Note für die Abschlussarbeit (z.B. 4) im Verhältnis 2:1 (in diesem Beispiel 3+3+4, Endnote 3). Findet eine mündliche Abschlussprüfung statt, errechnet sich die Endnote aus der Vornote und der Note für die mündliche Prüfung ebenfalls im Verhältnis 2:1.
Liegt in den Fächern Deutsch oder Mathematik das Ergebnis der Prüfungsnote aus einem schriftlichen (z.B. 3) und einem mündlichen Prüfungsteil (z.B. 2) genau zwischen zwei Noten (in diesem Beispiel 2,5), wird zugunsten der Schülerin oder des Schülers gerundet (in diesem Beispiel 2). Die Vornote wird mit dieser Prüfungsnote im Verhältnis 2:1 zu einer Endnote verrechnet. Auf diese Weise soll sicher gestellt werden, dass sich die mündliche Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik in sinnvoller Weise auf eine Veränderung der Endnote auswirkt.

Zuerkennung des Abschlusses

Der Abschluss ist erreicht, wenn alle Endnoten gemäß §14 Absatz 6 RegVO mindestens „ausreichend“ sind oder eine Endnote „mangelhaft“ in nicht mehr als einem Fach durch eine Endnote „befriedigend“ oder besser in einem anderen Fach ausgeglichen wird.
Schülerinnen und Schülern, die nach einmaligem Nichtbestehen des Realschulabschlusses die Schule verlassen wollen, kann der Hauptschulabschluss zuerkannt werden.

Ein qualifizierter Abschluss liegt vor, sofern der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens 2,4 beträgt, in den übrigen Fächern mindestens 3,0 und kein Fach oder Lernbereich des Wahlpflichtbereichs mit ,,ungenügend“ benotet wurde.
Hauptschulabschluss: Ein qualifizierter Hauptschulabschluss berechtigt zum Aufsteigen in die Jahrgangsstufe 10.
Sofern diese Bedingungen nicht erfüllt sind, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der Jahrgangsstufe 10 erfolgreich mitarbeiten kann.
Realschulabschluss: Ein qualifizierter Realschulabschluss berechtigt zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe.
Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsschulen sind darüber hinaus in die gymnasiale Oberstufe versetzt, wenn die Leistungen, bezogen auf die Anforderungsebene des gymnasialen Bildungsgangs in allen Fächern mindestens ausreichend sind.
Sofern an Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe diese Bedingungen nicht erfüllt sind, kann die Klassenkonferenz die Versetzung beschließen, wenn sie zu der Auffassung gelangt, dass die Schülerin oder der Schüler in der gymnasialen Oberstufe erfolgreich mitarbeiten kann.
Darüber hinaus ist im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten die Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe möglich, wenn in den Fächern der Stundentafel in dem durch Prüfung erworbenen Realschulabschlusszeugnis ein Notendurchschnitt von besser als 3,0 erzielt wurde.

Regelungen für Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen bzw. besonderen Bedarfen

  • Für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, die im Verlauf der Sekundarstufe I zugewandert sind und über so geringe Englischkenntnisse verfügen, dass eine Teilnahme an der Englischprüfung nicht sinnvoll erscheint, sind im Einzelfall in Absprache mit der zuständigen Schulaufsicht gesonderte Regelungen zu treffen.
  • Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die im Rahmen integrativer Beschulung in die Sekundarstufe I einsteigen (z.B. Flex-Klassen) und vorher keinen oder nur sehr begrenzten Fremdsprachenunterricht am Förderzentrum hatten.
  • Allen Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf, die an den Prüfungen teilnehmen, ist gem. § 6 ZVO Nachteilsausgleich im notwendigen Umfang zu gewähren. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die vorübergehend in der Teilnahme am Unterricht beeinträchtigt sind. Der Nachteilsausgleich darf sich dabei nicht auf die fachlichen Anforderungen auswirken. Über Art und Umfang eines zu gewährenden Nachteilsausgleiches entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. In die Bewertung von Leistungen dürfen Hinweise auf einen gewährten Nachteilsausgleich nicht aufgenommen werden.
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